Kiten und Windsurfen in El Yaque und Coche in Venezuela

 
Das Sportreisen Team Nord auf Inforeise in El Yaque und Coche in Venezuela!
Das Sportreisen Team Nord auf Inforeise zum windsurfen und kiten in El Yaque und Coche!

Kiten und Windsurfen in El Yaque und Coche in Venezuela

Windsurfen und Kiten in Venezuela - Die Traumspots von El Yaque und Coche!

„Wir haben noch fixe Flugplätze für Freitag nach El Yaque“ hieß es am Mittwoch.Inforeise El Yaque und Coche
Wer hat Lust und Zeit, auf einen kleinen Infotrip zu gehen??
Klar, dass innerhalb kürzester Zeit 3 Leute namens Marion, Axel und Sara „Feuer und Flamme“ oder besser gesagt „ Wind und Wasser“ waren um sich ein aktuelles Bild von El Yaque und Coche zu machen. Da es für eine Bahnfahrkarte nach Frankfurt zu kurzfristig war, bzw. diese genauso teuer war, wie der Anschlussflug, haben wir uns für den Zubringer von Bremen bzw. München nach Frankfurt mit der Lufthansa entschieden. Die Zeiten waren dabei kaum besser als mit der Bahn und den Aufenthalt in Frankfurt kann man gut für einen kleinen Shoppingbummel oder ein leckeres Mittagessen im modernen Frankfurter Flughafen nutzen. Das Gepäck wird bequemerweise duchgecheckt.  

Tipp: Wenn das Rail und Fly auf den Flügen nach El Yaque nicht enthalten ist, besser in den "teuren" Apfel beißen und einen Anschlussflug nutzen…. es ist einfach bequemer und ihr spart euch die Kraft für das Windsurfen und Kiten in El Yaque und Coche!

Inforeise El Yaque und CocheAb Frankfurt geht es dann mit einer großen Maschine weiter, die leider gnadenlos ausgebucht war. Nun saßen wir alle irgendwo im Flieger verteilt und das für die nächsten 10 Stunden. Doch wir sollten alle Glück mit unseren Sitznachbarn haben, denn Axel konnte sich über Surfmanöver und Ziele unterhalten, Marion wurde auf nicht nur einen Wein eingeladen und ich habe das Essen mit meiner Nachbarin nach Belieben tauschen können.War auch nett, aber die Moral von der Geschichte:

 

Tipp: Wenn ihr zu mehreren verreist, lasst von uns eine Sitzplatzreservierung für nur 10,-€ pro Strecke und Person vornehmen!

 
Fast alle Flüge der Condor stoppen auf dem Hinweg auf irgendeiner schönen Karibikinsel und der Flug über die Karibik istInforeise El Yaque und Coche -vorausgesetzt man hat einen Fensterplatz- wirklich atemberaubend. Wir hatten eine Zwischenlandung auf Barbados, wo das Flugzeug vollständig desinfiziert werden musste, damit keine Fliegen und Käfer aus Europa auf Barbados Asyl beantragen können. Im Klartext sah es dann so aus, dass zwei Stewardessen mit einer Spraydose durch die Kabine rannten und alle 5 Meter einmal einen Stoß abgaben…. die ganze Situation wirkte etwas skurril, aber wer reist der weiß: Andere Länder, andere Sitten - und so ist es eben auch auf einer Surfreise nach El Yaque und Coche.


Nach einem 45-minütigen Weiterflug, übrigens ohne Umsteigen, landeten wir nun endlich in Venezuela, wo wir uns die nächsten 60 Minuten mit der Einreise beschäftigen durften. Der Transfer vom Flughafen nach El Yaque dauerte wirklich nur ca. 10 Minuten und wird bei allen Sun and Fun und Happy Surf Reisen komplett organisiert, so dass wir ruckzuck schon bei unserem deutschen Hotelier Olli im Hotel Atti auf der Dachterrasse ein kühles Bier genießen konnten (Tipp: Solero!). Der Ausblick über die nächtliche Karibik, der warme laue Wind, Salsa und Merengue Musik und die nette Stimmung im Hotel Atti ließen nun zum ersten Mal so richtig Urlaubsstimmung aufkommen, auch wenn wir wussten, dass ein recht arbeitsreicher Tag vor uns liegt. Schnell noch Geld getauscht, dann sind alle auch ziemlich platt gegen 24.00 Uhr (nach deutscher Zeit schon 06.30 morgens!) ins Bett gefallen. Die Uhren in Venezuela werden übrigens um 6 Stunden und 30 Minuten vorgestellt. Der Präsident Hugo Chavez meinte, es wäre für den Bio-Rhythmus besser, die Uhr um weitere 30 Minuten vorzustellen, andere behaupten aber, es wäre eine Sympathie mit dem Iran und ein Protest gegen die USA, denn auch der Iran lebt 30 Minuten zurück… oder vor -  aber ist auch eigentlich egal: Hauptsache der Wind weht zur richtigen Zeit in El Yaque! 

 
Tipp: Am besten Bargeld nach Venezuela mitnehmen und im Hotel oder Surfshop vor Ort tauschen. Die Wechselkurse sind wesentlich besser als am Flughafen- erlaubt ist dies zwar nicht, wird aber geduldet!

 
Nun begann am nächsten Morgen unsere eigentliche Arbeit in El Yaque: Hotels begutachten. Inforeise El Yaque und CocheDas heißt: Rein ins Hotel, jede Zimmerkategorie anschauen, vergleichen, mit Hoteliers sprechen, Notizen machen und wieder raus…. und das bei 9 Hotels in El Yaque. Die Einzelheiten möchte ich dem Leser lieber ersparen, aber es ist wirklich Arbeit und kein Spaß mehr. Das Schlimmste daran ist, dass man bei jedem Meerblickzimmer den anderen Surfer auf dem Wasser beim Windsurfen und Kiten zuschauen kann und mit Tränen in den Augen wieder ins nächste Zimmer huschen muss! Dafür können wir euch aber nun zu jedem Hotel und jedem Zimmer genau sagen wie es vor Ort aussieht. Als subjektives Kurzfazit - ohne Gewähr auf Vollständigkeit - nur ein erster Eindruck aus unserer Sicht:
Hotel Atti: Führt unsere Favoritenliste mit nettem Service, gutem Preis-Leistungsverhältnis an, allerdings etwas oberhalb des Strandes (ca. 5 Minuten), ideal für jeden, dem der kurze Weg nichts ausmacht.
Hotel Windsurf Paradise: Hier wohnen die Happies… direkt an der Station des Happy Surfpools und in der Pole Position. Besonders die  Kat. A Zimmer haben einen tollen Ausblick und sind sehr empfehlenswert.
Hotel Oasis: Direkt an der Planet Station, sauber und ordentlich, besonders der große Strandabschnitt ist hier hervorzuheben und der Hotelier Josef gibt sich richtig Mühe.
Hotel Casa Viva: Das Casa Viva ist in den Doppelzimmern ideal für Singles und Paare, die es gern gesellig mögen und wirklich weltklassig sind die Appartements in den oberen Stockwerken mit einem Traumausblick. Wenn ihr im Casa Viva wohnen wollt, dann solltet ihr ganz früh buchen, denn das Haus ist fast immer ausgebucht. Bei Surfern und Kitern aus aller Welt hat sich hier der nette Service herumgesprochen.


Tipp:  Es gibt insgesamt mehr als 10 Unterkünfte in El Yaque und Coche in Venezuela, die sich mit allen Surfstationen kombinieren lassen.

 
Obwohl es nun am Samstagnachmittag mit satten 6 Bft. wehte, mussten wir ins Boot nach Coche einsteigen. Inforeise El Yaque und CocheUnser Zeitplan war super eng gesteckt und auch wenn wir lieber surfen in El Yaque gegangen wären, ging die Arbeit vor. Die Fahrt nach Coche dauert ca. 30 Minuten und die Calypso raste flink über das Meer…. bis der Motor ausfiel. Zum Glück kam kurze Zeit später ein Ersatzboot, so dass wir auf offener See von Boot zu Boot springen durften…. ganz ehrlich: Nicht ganz ungefährlich, aber es hat alles gut geklappt und im nachhinein war es ein witziges Highlight der Reise. Am „Hafen“(= 2 Stege) von Coche wurden wir mit einem kleinen Transferbus abgeholt und zum Hotel gebracht, das dauert nicht länger als 5 Min. Ehrlich gesagt waren unsere Erwartungen von Coche: "Ödes Eiland - was will man da?" Doch wir sind vom Gegenteil überzeugt worden und würden heute eher sagen: "Wow, entspannen, relaxen, erholen… gut mit El Yaque kombinierbar. Zum Surfen ist es nicht mehr so prickelnd, aber zum Kiten ist sehr cool!
 

Tipp: Wenn ihr im Windsurf Paradise oder im El Yaque Paradise wohnt, so könnt ihr auch eine Nacht auf Coche wohnen – ohne Aufpreis aber natürlich je nach Verfügbarkeit! Auch eine schöne Möglichkeit ist eine Kombi mit jeweils einer Woche auf jeder Insel

Inforeise El Yaque und CocheDie Kitestation von unserem Partner Chris am Hotel Punta Blanca auf Coche ist extrem nett: kleiner Shop, nette Bar und eine Terrasse, irgendwie eine Mischung aus Western Saloon und Lounge. Chris legt Wert darauf, dass sein Center absolut Merengue und Reggae frei ist! Bei einem kühlen Bier und wirklich chilliger Musik haben wir hier wohl den schönsten Sonnenuntergang der Karibik erlebt und uns sehr, sehr nett mit Chris unterhalten. Schon drüben in El Yaque ist uns Chris empfohlen worden. Er gestaltet derzeit eine der besten Kiteunterrichtsstunden in Venezuela. Seine Schulung per Funk ist wirklich herausragend und wer sich nicht scheut, Kiteunterricht in englischer Sprache zu bekommen, der sollte unbedingt einen Kurs vorbuchen.
 
Inforeise El Yaque und Coche
Im Punta Blanca war genau an dem einem Abend, den wir im Hotel waren, eine Hochzeit! Feuerwerk, viel Musik und  noch mehr Caipirinha… die Venezuelaner können wirklich feiern und wir glauben, sie trinken auch nur guten Alkohol, denn wir hatten überhaupt keinen Schädel am nächsten Morgen!
Noch eine Runde schwimmen im wunderbaren Pool und dann ab zum leckeren Frühstück.
Danach startete eine weitere Hotel-Zimmer-Anlage-Hopping-Tour. Dazu kurz und knapp folgende Infos:

Punta Blanca: großzügige Anlage im Bungalowstil, sehr schöne Poolanlage mit ausreichend Liegen, also alles in allem eine nette All Inclusive Anlage mit Snackbar, Restaurant unter einem hohen Palmendach, A-la-Carte Restaurant direkt am Strand und Chill Area im weißen Sand
Coche Speed Paradise: weitläufige Anlage, Zimmer im Reihenbungalowstil mit sehr schönen Superior-Zimmern, ebenfalls eine nette Anlage mit einem kleinen Touch mehr von einer typischen AI-Anlage, spürbar am Essen, Gästen und Programm.

Nun ging es auch schon schnell wieder ab auf das nächste Boot zurück nach El Yaque! Oh Gott: es ist wieder die Calypso…. nun hat sie aber einen neuen Motor und die Fahrt klappte dann tatsächlich reibungslos.
 

Tipp: Die Boote zwischen Coche und El Yaque fahren mindestens dreimal morgens und dreimal abends, also auf alle Fälle mindestens einen Tagesausflug nach Coche oder El Yaque unternehmen. Zum Windsurfen ist es auf Coche nicht ganz so prickelnd, aber der Kitespot auf Coche ist phänomenal!

Nun wieder angekommen in El Yaque ging es zu Fuß zum Windsurf Paradise Inforeise El Yaque und Coche(ca. 10 Minuten), denn unsere nun letzte Nacht war im Windsurf Paradise geplant, dem absoluten Happy Stammhotel.
Einchecken im Hotel und nun noch kurz die Stationen in El Yaque gecheckt. Es sind alles sehr gut geführte Windsurfstationen. Wer gerne Anschluss möchte, Ausflüge und einfach eine sehr gemütliche Atmosphäre am Center, der ist am Happy Center am besten aufgehoben.
Ansonsten entscheidet das Material, das ihr haben möchtet: F2 an der Happy Station, Fanatic an der Planet Station und Mistral an der Club Mistral Station.
Der Stehbereich in El Yaque war übrigens doch kleiner als erwartet, bzw. das Wasser tiefer, als wir es in Erinnerung hatten, dennoch gibt es gute 200 m Stehbereich in El Yaque, die zum Teil aber auch schon brusttief sind. Dafür ist der Strand aber besonders vor der Happy Station etwas größer geworden, so dass es hier keine Engpässe bei kurzen Pausen mehr gibt. Boardwechsel, Materialgeschwätz, Après Surf und Stimmung gefallen uns am Happy Surfpool Center in El Yaque so ziemlich am Besten.
Dann ging es auch direkt weiter, denn Tanja, die Happy Reiseleitung, hatte uns einen Tisch in Juan Griego zum Sunset Dinner reserviert. Mit weiteren 15 Happy Gästen kamen wir zwar zu spät für den Sonnenuntergang, aber rechtzeitig um eine geniale Kulisse mit rotem Himmel und Meer zu genießen. Das Restaurant direkt am Meer im Sand ist ein echtes Highlight und auch Red Snapper und Paella und jede Menge Bier waren köstlich. Im Los Piratos wieder zurück in El Yaque haben wir dann den Abend noch feucht fröhlich ausklingen lassen.
 

Tipp: Wer im Surfurlaub nette Leute kennen lernen will und auch neben dem Windsurfen viel Spaß haben möchte, der sollte seine Surfreise in den Happy Surfpool buchen!

Am nächsten Morgen mussten wir erst einmal an der Tür unseres Kollegen Axel klopfen, Inforeise El Yaque und Cocheder gähnend und halbnackt die Tür öffnete und meinte: „Gibt es etwa schon Frühstück?! Gebt mir 5 Minuten!“
Das Frühstück war nicht der Hit, aber auch nicht schlecht. Allerdings fängt der Morgen einfach genial an, wenn man auf einer Terrasse direkt am Meer frühstückt und den Wind auf der Haut spüren kann! Danach ging es direkt weiter zum Kiten zur „Supervision“ zum Premium Kitecenter. Mit Marvel, der kleinen venezulanischen Kitegranate ab ins Boot und Kiten unter ihrer Beobachtung. Die Supervision ist eine tolle Idee: Kiten auf dem offenen Meer unter Beaufsichtigung. Das sichernde Boot ist immer in der Nähe und die Kitelehrer geben Tipps und helfen. Besonders, wenn man den Spot noch nicht kennt  oder sich nicht ganz sicher ist, ist die Supervision eine tolle Idee. Robby und Marvel vom Premium Kitecenter sind dabei erste Klasse.
 

Tipp: Quält euch nicht im Kiteurlaub, bucht lieber eine Supervision. Der Lernerfolg ist einfach schneller da und euer Kiteurlaub in Venezuela wird ein voller Erfolg!

Nun war es allerdings schon fast mittags und wir mussten noch die letzten beiden Hotels anschauen… also wieder ab an die Arbeit, dann schnell  in den Flieger und zurück nach Hause. Inforeise El Yaque und CocheEinchecken und Boarden geht in El Yaque zum Glück schneller als die Einreise, allerdings kann der Check Inn in El Yaque die Meilen für Miles and More Sammler nicht anrechnen, also für Surfurlauber mit Miles und More Karte: Boardingkarten aufheben! In Venezuela wird das Gepäck zwar zum Zielflughafen durchgecheckt, aber man benötigt in Frankfurt noch neue Boardkarten, die man übrigens auch in Frankfurt direkt am Gate bekommt und somit gar nicht so lange am Transferschalter der Lufthansa warten muss.

Noch ein kurzes Statement zu den Durchfallgeschichten, die dort vermehrt vorkamen: In den letzten Wochen hat sich die Situation weitgehend entschärft.
Ein paar Vorsichtsmaßnahmen einhalten, wie Tabletten im Gepäck zu haben, kein Leitungswasser, also immer nur verschlossenes Wasser zu sich nehmen und sich essenstechnisch an Empfehlungen halten, dann ist das kein Problem. In den guten Restaurants, wie z.B. dem Atti, dem Forza Seis, dem Rocco, dem Cafe Local und vor allem mittags im Sharks gibt es keine Probleme. Fragt vor Ort die Stationsleiter, was sie aktuell empfehlen.
Noch eines zum Thema Essen: Das Frühstück in El Yaque ist nirgends so richtig Weltklasse. Wir haben beschlossen, beim nächsten Mal Nutella und Müsli mitnehmen!
 

… und noch ein letzter Tipp zur Reisebekleidung: Dicke Sachen können getrost zu Hause bleiben, aber dennoch würden wir eine lange Hose für abends und ein Sweatshirt oder Hemd mitnehmen. Flip Flops, Boardshorts, Lycra gehören auf alle Fälle ins Gepäck und eventuell auch einen Shorty einpacken, denn zum Kiten, als Prallschutz oder beim Sunset Surf kann es manchmal etwas frischer werden. Zum Kiten und Surfen am besten  Surfschuhe einpacken!  (Für den Fall, dass man sich einen Sonnenbrand holt, oder irgendwo hinein tritt!).
 

Fazit:

+ Es ist immer noch ein Traum Windsurfspot und auch  einer der besten Kitespots überhaupt. Die Windausbeute ist einfach gigantisch, es gibt  tolle Ausflugsmöglichkeiten und das Nachtleben ist ausreichend.
+ Coche ist besser als sein Ruf! Wer sich erholen will und super kiten möchte, ist hier bestens aufgehoben.
+ Durchfallerkrankungen gab es in El Yaque, aber man sollte einmal abwarten wie es sich entwickelt. Einfach bestimmte Regeln beim Essen (rohes Gemüse und Salat), Wasser und Eiswürfeln beachten.
+ In punkto Wind ist El Yaque einfach unschlagbar. Von Mitte Dezember bis Mitte April gibt es weltweit keinen sichereren Spot!
+ Kiten lernen ist auch in tiefem Wasser klasse
+ Sonnenschutz, Sonnenschutz und Sonnenschutz!

Marion, Axel und Sara*


 
 
letzte Aktualisierung: 23.03.2010
 
 

Link:

http://www.viva-sportreisen.de//Magazin-Details.html?id=1279